Unser Verdauungssystem

Das  Hauptproblem an der ganzen Sache ist, ein meist total überlastetes und aus dem Gleichgewicht geratenes Verdauungssystem, die Histaminintoleranz und andere Intoleranzen sind lediglich  daraus resultierende Begleiterscheinungen.

Damit Ihr versteht was in euerem Körper überhaupt passiert, versuche ich euch nun unser Verdauungssystem so zusammen gefasst wie möglich zu erklären.

Die Verdauung beginnt bereits im Mund, den der Speichel enthält  Enzyme (Amylasen) die Kohlenhydrate und Zucker spalten. Je langsamer wir essen und je gründlicher wir kauen desto weniger müssen unsere anderen Organe wie Leber, Magen und Bauchspeicheldrüse arbeiten. Nachdem wir nun den Speisebrei schlucken, wandert er über die Speiseröhre  weiter in den Magen. Dort wird er mit der Magensäure die das eiweißspaltende Enzym Pepsin enthält,  weiter vor verdaut . Pepsin dient dazu Fleisch, Fisch, Milchprodukte und natürlich sämtliche andere Lebensmittel die Eiweiß enthalten weiter zu verdauen.

Danach gelangt der Speisebrei in den Dünndarm, dort gibt die Leber den Gallensaft dazu, der Lipasen enthält( das sind Enzyme zur Fettverdauung) und die Bauchspeicheldrüse gibt das Pankreatin dazu, das nochmal alle drei Enzyme enthält( also Lipasen für die Fettverdaung, Amylasen für die Zucker und Kohlenhydratspaltung und Proteasen für die Eweißspaltung.

Im Dünndarm befinden sich jede Menge anderer Enzyme, die den Speisebrei weiter in die einzelnen Bestandteile zerlegen. Unter anderem sitzt da die Diaminoxydase, das Enzym das für den Histaminabbau zuständig, Fructasen für die Fructose, also den Fruchtzucker im Obst, die Lactase für den Abbau von der Lactose in den Milchprodukten… etc,  dann gibt es noch Enzyme die helfen schwerverdauliches Gemüse wie Blumenkohl, Paprika, Lauch, Kohl oder aber auch Vollkorngetreide zu verdauen. (Cellulasen, Hemmiphasen, Maltasen…etc)

Jetzt seit ihr bestimmt neugierig was all das mit der Histamintoleranz zu tun hat….wenn nämlich der Nahrungsbrei nicht richtig vor verdaut so in den Dünndarm gelangt, gehen nämlich die dort befindlichen Enzyme mit der Zeit kaputt. Oft ist es so dass sich erst eine Intoleranz entwickelt, dann versucht man durch weglassen bestimmter Nahrungsmittel das zu kompensieren, aber solange an der eigentlichen Ursache nichts geändert wird, kommen in der Regel mit der Zeit immer noch mehr Intoleranzen hinzu und man verträgt  noch weniger Nahrungsmittel.

Die Hauptursache ist, dass wir heutzutage gar nicht mehr in der Lage sind unsere Nahrung richtig zu kauen…die Mittagspause ist zu kurz und wir schlingen einfach irgendetwas hinunter, der Magen wird´s schon verdauen. Oft geht das jahrelang gut, bis man in ein bestimmtes alter kommt wo der Körper mit seiner Enzymproduktion nachlässt, dann lässt sich das nicht mehr so einfach kompensieren….Beschwerden wie Völlegefühl, Sodbrennen, Durchfall oder Blähungen treten immer öfter auf.

Manchen Betroffenen gelingt es sogar schon in jungen Jahren ihr Verdauungssystem mit Fast Food, Alkohol…etc. so dermaßen zu überlasten dass diese ebenfalls schon mit Beschwerden reagieren. Mann rennt von Arzt zu Arzt, der uns wieder gesund machen soll. Aber mit chemischen Medikamenten wird man in der Regel nicht gesund, sondern sie belasten unseren Organismus( vor allem die Leber) nur noch mehr. Kurzfristig werden damit Symptome unterdrückt, das geht aber auch nur solange gut, bis es unserer Leber oder den anderen Organen zuviel wird, der Körper muckt an einer anderen  Stelle wieder. Schon verschreibt der Arzt das nächste Präparat bis wir irgendwann einen richtigen Medikamentencocktail beieinander haben und uns fragen warum es uns immer schlechter geht statt besser !