Nahrungsmittel

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Viele Betroffene sind oft irritiert und wissen jetzt gar nicht so recht was sie essen sollen und was nicht. Sie versuchen sich an den Listen für eine histaminarme Ernährung zu orientieren, doch leider funktioniert das  auch nicht immer und man bekommt trotzdem Beschwerden und weiß nicht woher. Oftmals bekomme ich zu hören:” Ja gestern habe ich das gleiche gegessen und hatte keine Beschwerden und heute haut es mich fast um “.

Das liegt oft an der körperlichen Konstitution, es gibt Tage da geht es einem psychisch gut und man verträgt dann einfach mehr. Oft liegt es auch daran was man den ganzen Tag über so gegessen hat, manchmal ist es auch die Kombination verschiedener Lebensmittel die dann für das Verdauungssystem einfach zuviel sind. Oder man hat zuviel davon gegessen, oder zu fett….es gibt viele Gründe warum es manchmal eben besser funktioniert und manchmal überhaupt nicht.

Wer schon ein ziemlich geschwächtes Verdauungssystem  hat und besonders empfindlich reagiert, eventuell noch von anderen Intoleranzen geplagt wird, dem rate ich eher zu einer “histaminarmen Schonkost” zumindest solange bis die pflanzliche, homöopathische oder enzymatische Unterstützung langsam greift.

Diese Basisernährung verträgt man in der Regel gut, sie ist leicht verdaulich und gut für das geschwächte System aufzuschließen. Gerade auch wenn Sodbrennen,  Entzündungen, in Speiseröhre, Magen oder Darm vorhanden sind. Entzündungen und Sodbrenenn  mit einem lokalen Säurebinder bekämpfen (Magaldrat800 Tabletten von ratiopharm)

 

Grundnahrung:

Morgens:
Haferschleim entweder  Hafer, Reis oder Hirseflocken mit Wasser, etwas Salz und ein Stück Ghee Butter ( Bioladen, Edeka) oder Rapsöl kochen. Oder Getreide in Reis oder Hafermilch kochen, eventuell etwas Agavensirup oder Zuckerrübensirup zugeben (1/2 – 1 TL), mit Zimt bestreuen. Nach ein paar Wochen kann man auch Cornflakes in Reis , Hafer oder Dinkelmilch probieren, bitte niemals kaltes aus dem Kühlschrank essen oder trinken !!!!!

Oder Mais Reis- Knäckebrot, Quinoa, oder Kastanienknäcke von Blumenbrot oder den Dinkelmatzen, mit etwas Ziegenfrischkäse oder normalem Frischkäse oder Mozzarella darauf.

Wenn´s bis dahin ganz gut läuft, kleine Mengen Gheebutter mit etwas Marmelade (hauchdünn!) darauf streichen

 

Mittagessen:
gedünstetes Gemüse, also Gemüse schnippeln, nicht  anbraten !  In etwas Wasser mit Salz und einen Schuß Öl , 10-15 Min dünsten. Für ganz empfindliche ( Zucchini, Fenchel, Pastinake, Karotte, Süßkartoffel)  weniger empfindliche können dies noch ergänzen durch (Kohlrabi, Broccoli, Zuckerschoten, Sellerie, rote Beete, Navet, Rüben)  und wer mit Gemüse fast überhaupt keine Problem hat, darf ruhig mutig sein und Blumenkohl, Paprika, Lauch, Champignons (ganz frisch) , Rot-, und Weißkraut seinem Speiseplan zufügen.

Beilagen: Salzkartoffeln, Reis ( Langkorn oder Basmati), Quinoa , Hirse, glutenfreie Nudeln

Fleisch:
Wenn überhaupt in wenig Fett goldbraun braten, ansonsten lieber kochen!
Hüchenbrustfilet, Putenschnitzel oder mageres Lammfilet, eventuell Kaninchen.
Fleisch pro Tag nicht mehr als 50-75 g !

Alternativ etwas Schaf oder Ziegenkäse verwenden. nicht abgepackt kaufen, wegen der Weichmacher in der Folie, sondern frisch aus der Lake und zuhause in Salzwasser weiter einlegen und portionsweise verwenden. ( innerhalb einer Woche bis 10 Tagen aufbrauchen). Nach ein paar Wochen, frische Blattsalate eventuell mit etwas geraspelter Karotte hinzufügen.

Dressing:
Den Saft einer ganz frischen Zitrone, deren Schale man nicht mit dem Finger eindrücken kann. Das ist ein besonders milder Saft der relativ gut vertragen wird. Etwas Agavensirup, ein kleiner Schuss Öl, 1 EL Saure Sahne oder 1 TL Schmand, Mit Salz und  eventuell Salatkräutern verfeinern, mit wenig Wasser verdünnen.

Abendessen:
Gemüsesuppe ,  siehe unter Rezepte !

 

Getränke:
Heil oder Quellwasser aus der Flasche möglichst mit wenig oder Kohlensäure oder still.  Wer gutes Leitungswasser hat, kann dies auch  mit einem Schuß Mineralwasser trinken. Wem das zu langweilig ist, kann Abwechslung mit milden Kräutertees schaffen, also Linde oder Fenchel- Anis- Kümmel Tee. Bitte nur Tee aus dem Bioladen verwenden, keine Teesorten die fermentiert sind, also kein Schwarzer, Grüner, Früchte, Rooibusch oder Pfefferminze. Keine Teemischung, die  Löwenzahn, Birke oder Brennessel enthält !!!!!!!

Wer also weiterhin gesund und das auch bleiben will, nimmt diese Basis Ernährung und versucht sich so langsam an andere Lebensmittel heran zu wagen, der Körper zeigt sehr rasch was er will und was nicht, das muss man dann halt akzeptieren, obwohl sich das dann später immer noch ändern kann. Wie lange eine pflanzliche Unterstützung nötig ist, hängt auch vom jeweiligen Verdauungssystem ab. Manche Betroffene, regenerieren sich komplett, manche teilweise, manche Betroffene benötigen  weiterhin pflanzliche Unterstützung damit sie stabil bleiben. Leider kann man im Voraus nicht sagen wie sich das bei jedem einzelnen entwickeln wird. Jeder Körper ist ganz individuell und es gibt kein Patentrezept das bei jedem gleich gut funktioniert.

Aber eines ist gewiss, es bringt bei jedem mehr Lebensqualität zurück….und bei manchen Betroffenen ist ein Stück Erdbeerkuchen oder Sahnetorte fast wie ein sechser im Lotto !!!

Wer sich jetzt noch mit seinem Körper und einer gesunden Ernährung beschäftigen möchte, dem rate ich zu der “Aryuvedischen Küche” , das ist meiner Meinung nach einer der besten Varianten.  Leider etwas aufwändig mit den vielen frischen Zutaten, Gewürzen und Kräutern. aber definitiv ausgewogen und schmackhaft. Wenn man die Lehre dieser Küche versteht weiß man warum diese Menschen selten krank werden…